Jeder dritte Einwanderer im Job überqualifiziert
Einwanderer in der Europäischen Union sind deutlich öfter überqualifiziert für ihre Arbeitsstelle als in der EU geborene Personen. Die Überqualifizierungsquote betrug für im EU-Ausland geborene Frauen 35 und für Männer 32 Prozent, im Gegensatz zu 19 Prozent für EU-Inländer, teilte das EU-Statistikamt gestern mit.
In Österreich konnten 27 Prozent der Einwanderinnen und 30 Prozent der Einwanderer nicht einen Job passend ihrem Ausbildungsniveau finden, im Gegensatz zu 15 Prozent für in Österreich geborene Frauen und 26 Prozent für Männer. Die Unterschiede waren am stärksten in Griechenland mit einer Überqualifizierungsquote von 62 Prozent für Einwanderer gegenüber 18 Prozent für im Inland geborene Personen.
Das EU-Statistikamt hat verfügbare Sozialdaten aus dem Jahr 2008 für Personen zwischen 25 und 54 Jahren miteinander verglichen.
Große Wohnungsproblematik in Österreich
Im Ausland geborene Personen lebten in der gesamten EU mit höherer Wahrscheinlichkeit in einer überbelegten Wohnung als im Inland geborene Personen (23 Prozent gegenüber 19 Prozent). Besonders groß waren diese Unterschiede in Österreich (40 Prozent vs. neun Prozent). Auch bei der Armutsgefährdung nimmt Österreich eine traurige Spitzenstellung ein: 32 Prozent der Einwanderer waren armutsgefährdet, im Vergleich zu 13 Prozent der Österreicher.
Publiziert am 08.12.2011