Mugabe: Gaddafi war im Umgang mit dem Westen „naiv“

Der libysche Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi hat sich nach Ansicht von Simbabwes Präsident Robert Mugabe durch Naivität im Umgang mit dem Westen ausgezeichnet. „Er hat sich naiv verhalten, indem er in Amerika und in Europa große Summen investierte und glaubte, sich damit Freunde zu machen“, sagte Mugabe gestern vor 3.000 Unterstützern bei einem Parteikongress in Bulawayo.

Vier Gaddafi-Kamele auf Bauernhof

„Die NATO, also Europa und Amerika, hat libysche Zivilisten getötet, angeblich um sie zu schützen“, fügte Mugabe hinzu, der für seine bitteren Bemerkungen über zahlreiche europäische und andere westliche Regierungen bekannt ist.

Simbabwe habe nie nennenswerte libysche Investitionen erhalten, so Mugabe. Gaddafi habe „nur einige Kamele geschickt“, sagte der 87-jährige Mugabe mit Blick auf den getöteten Gaddafi. Vier Kamele stünden nun auf einem Bauernhof in Simbabwe. Gaddafi habe sie ein Jahr vor seinem Tod geschickt.

Publiziert am 09.12.2011