Themenüberblick
Bilder der Zerstörung
Tausende Schulen in und um die Metropole Glasgow blieben geschlossen, alle größeren Brücken wurden gesperrt, zahlreiche Flüge gestrichen und der Bahnverkehr unterbrochen. Auch zahlreiche Fährverbindungen zu den Inseln vor der Westküste mussten unterbrochen werden. In den Highlands wurde ein Lastwagen vom Wind umgeblasen.
Reuters/Russell CheyneEin Lastwagen wurde regelrecht umgewehtSchlimmster Sturm seit 20 Jahren
Rund 70.000 Kunden waren auch am Freitag noch ohne Elektrizität, wie ein Sprecher des Stromversorgers Scottish Hydro mitteilte. Die schottische Regierung warnte, dass es durch den „stärksten Sturm des Jahrzehnts“ in einigen Haushalten erst im Laufe des Wochenendes wieder Strom geben könnte. Ein Feuerwehrmann berichtete der BBC, es sei der schlimmste Sturm seit 20 Jahren gewesen. Zwei Windturbinen wurden zerstört, nachdem sie durch einen Kurzschluss Feuer gefangen hatten.
picturedesk.com/Action Press/South West News Service LTDZwei große Windräder wurden zerstörtIm Schottischen Hochland wurden Sturmböen von bis zu 266 km/h gemessen, in den Großstädten Glasgow und Edinburgh erreichte der Wind Geschwindigkeiten von bis zu 113 km/h. Es kam zu einem Verkehrschaos. Autofahrer wurden aufgefordert, ihre Fahrzeuge stehen zu lassen. „Wer bei diesen Bedingungen fährt, begibt sich in große Gefahr“, warnte Allan Moffat von der schottischen Polizei. In der Nacht wurde auch eine Küstenstraße weggespült. Auch die hohen Flutwellen an der Küste hätten zahlreiche Schäden angerichtet, berichtete die BBC. In der Früh kam es auch zu Verkehrsunfällen. Die Fahrer fuhren auf den Straßen in umgefallene Bäume.
AP/Paul FaithAuch die Küstenregion wurde schwer getroffenSchulbus überschlug sich
Zwar gab es mehrere Unfälle, Berichte über schwere Verletzungen lagen aber zunächst nicht vor. Im westschottischen Dalry überschlug sich ein Schulbus, der aber ohne Kinder unterwegs war. Im ostschottischen Fife wurde ein Auto von einem Baum getroffen. Obwohl der Sturm insbesondere über Schottland hinwegfegte, war auch England betroffen.
Im nordwestenglischen Cumbria gab es Überschwemmungen durch heftige Regenfälle, Autos blieben in den Wassermassen stecken, Straßen wurden gesperrt. Mehr als 300 Passagiere einer Fähre aus Rotterdam mussten neun Stunden vor dem nordenglischen Hafen Hull warten, da der Kapitän Schäden fürchtete, sollte das Schiff bei Sturm einlaufen.
Links:
Publiziert am 09.12.2011