Millionenstrafe wegen Rassismus für Bank of America
Die Bank of America muss wegen Rassismusvorwürfen 335 Mio. Dollar (rund 257 Mio. Euro) Strafe zahlen. Der Tochterfirma Countrywide wird vorgeworfen, schwarze und lateinamerikanische Kunden benachteiligt zu haben. Sie soll mehr als 200.000 Kreditnehmern über Jahre überhöhte Zinsen abverlangt haben - nur wegen ihrer Herkunft und Hautfarbe. Davon ist das US-Justizministerium nach jahrelangen Ermittlungen überzeugt.
Die Millionenzahlung ist Teil eines Vergleichs, den die Bank mit dem Ministerium geschlossen hat, und den Justizminister Eric Holder gestern am späten Abend (Ortszeit) in Washington verkündete.
Konditionen bewusst verschlechtert
„Finanzfirmen sollten ihre Entscheidungen aufgrund der Kreditwürdigkeit ihrer Kunden treffen, nicht aufgrund von deren Hautfarbe“, sagte Holder. Nach seinen Angaben ist es die höchste Summe, die eine Bank jemals wegen Rassismusvorwürfen bei Kreditgeschäften abdrücken musste.
Die Kreditberater von Countrywide sollen von 2004 bis 2008 bewusst die Konditionen für schwarze und lateinamerikanische Kreditnehmer verschlechtert haben - obwohl die Kunden nachweislich über eine gute Kreditwürdigkeit verfügten.
Publiziert am 21.12.2011