Serbien lehnt Bedingungen für EU-Kandidatur ab
Serbien lehnt die Bedingungen der EU für eine Einstufung als Beitrittskandidat - eine Änderung seiner Kosovo-Politik - weiter ab. „Wir werden nicht die Abschaffung unserer Institutionen (im Nordkosovo) akzeptieren“, sagte der serbische Staatspräsident Boris Tadic heute am Rande seines Besuchs im Kloster Decani in Westkosovo.
Auch die Forderung, die Teilnahme von Vertretern des vor vier Jahren von Serbien abgefallenen Kosovo auf internationalen Konferenzen zu akzeptieren, sei nicht erfüllbar. Serbien will seine frühere Provinz zurückhaben und unter keinen Umständen als unabhängigen Staat anerkennen.
Vor allem die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte Serbien bei ihrem Besuch im letzten August diese beiden Voraussetzungen für eine Beitrittskandidatur genannt. Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten Anfang Dezember ihre eigentlich geplante Entscheidung darüber auf März verschoben. Bis dahin solle Serbien substanzielle Fortschritte bei der Aussöhnung mit dem fast nur noch von Albanern bewohnten Kosovo machen.
Publiziert am 07.01.2012