Mehrere Tote bei Stammesfehde in Kenia

Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen zwei verfeindeten Volksgruppen im Norden Kenias sind nach Angaben von Augenzeugen mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen.

Die Leichen seien nach heftigen Kämpfen in der Region Moyale gefunden worden, sagten Bewohner des Dorfes Helu gestern. Aus dem Ort waren Hunderte Menschen geflohen, nachdem sich dort Bewaffnete mit Gewehren und Macheten bekämpft hatten. Die Behörden bestätigten zunächst fünf Todesopfer.

Die Kämpfe zwischen Angehörigen des Borana- und des Gabra-Klans hatten am Donnerstag nahe der Grenze zu Äthiopien begonnen. In der Region kommt es häufig zu Gewalt zwischen Bauern, die ihre Rinderherden mit Schusswaffen bewachen. Die jüngsten Kämpfe sind jedoch ungewöhnlich heftig. Der Norden Kenias war Ende vergangenen Jahres von einer der schwersten Dürren seit Jahrzehnten getroffen worden. Viele Hirten hatten dadurch ihr Vieh verloren.

Publiziert am 28.01.2012