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Sparstift auch in der Armee
Das aktive Heer werde um rund 70.000 auf 490.000 Mann verringert, so Panetta. Außerdem würde die Marineinfanterie (Marines) um 20.000 auf 182.000 Mann verkleinert. Zugleich werde die amerikanische Militärpräsenz in Europa drastisch heruntergefahren: Zwei der gegenwärtig vier Brigaden in Europa sollen komplett gestrichen werden, bekräftigte das Pentagon. Allerdings nannte Panetta keine konkreten Standorte.
Abzug von Verbänden aus Deutschland
Mit Sicherheit ist allerdings Deutschland von den Plänen betroffen. Dort sind drei der vier europäischen US-Brigaden stationiert. Laut Medienberichten könnte vor allem die 170. Infanteriebrigade in Baumholder (Rheinland-Pfalz) und die 172. Infanteriebrigade in Grafenwöhr (Bayern) aufgelöst werden. Ihnen gehören jeweils rund 3.800 Soldaten an.
Panetta bekräftigte die neue Militärstrategie, die Präsident Barack Obama vor einigen Wochen bekanntgegeben hatte. Demnach sollten die US-Streitkräfte kleiner, zugleich aber flexibler werden. Das Augenmerk liege künftig stärker in Asien und im Nahen Osten. Pentagon-Zahlen vom September 2011 zufolge liegt die Stärke des US-Militärs in Europa bisher bei insgesamt fast 81.000 Soldaten.
Einsparungen von fast 500 Mrd. Dollar bis 2022
Im Haushaltsjahr 2012 sollen insgesamt 525 Milliarden Dollar (rund 397 Mrd. Euro) für reguläre Ausgaben der US-Armee verwendet werden. Hinzu kämen 88 Milliarden Dollar für Kampfeinsätze wie beispielsweise in Afghanistan, sagte der US-Verteidigungsminister. Parallel dazu seien allein in den kommenden fünf Jahren Einsparungen in einer Höhe von 259 Milliarden Dollar (rund 195 Mrd. Euro) vorgesehen. Bis 2022 sind es 487 Milliarden Dollar.
Als wesentliche Bedrohungsszenarien bezeichnete Panetta vor allem die Atomprogramme im Iran und in Nordkorea. Außerdem betonte er die Gefahr von Cyberattacken. Die republikanische Opposition kritisierte den neuen Kurs scharf.
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Publiziert am 03.02.2012