„Costa Concordia“: 16 von 17 Toten identifiziert

Zwei Wochen nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffs „Costa Concordia“ ist eine weitere Leiche identifiziert worden. Nach Angaben der Präfektur der italienischen Stadt Grosseto von gestern Abend handelt es sich um ein peruanische Besatzungsmitglied. Damit konnten 16 der bisher gefundenen 17 Toten identifiziert werden.

Es handelt sich um fünf Deutsche, vier Franzosen, drei Italiener, zwei Peruaner, einen Ungarn und einen Spanier. 16 weitere Insassen werden laut der auf der Internetseite der Präfektur veröffentlichten Liste noch vermisst,.

Taucher hatten zuvor ein weiteres Opfer gefunden. Sie stießen im überfluteten Bereich des sechsten Decks auf die Leiche einer Frau, teilte der Krisenstab auf der Insel Giglio mit.

Video dazu in iptv.ORF.at

Schlechtes Wetter verzögert Abpumpen von Öl

Schlechtes Wetter und raue See behinderten unterdessen die letzten Vorbereitungen für das Abpumpen von Öl aus der „Costa Concordia“. Wie der Krisenstab mitteilte, wurde das von der Bergungsfirma Smit eingesetzte Brückenschiff „Pontone Meloria“ von dem Kreuzfahrtschiff getrennt. Das sei aus Sicherheitsgründen geschehen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

Die Vorbereitungen sollten erst dann wieder aufgenommen werden, wenn sich das Wetter beruhigt habe. Smit wollte eigentlich bereits mit dem Abpumpen der etwa 2.300 Tonnen Treibstoff - überwiegend Schweröl - beginnen.

Publiziert am 28.01.2012