US-Presse: Keine Beweise für iranisches Atomwaffenprogramm

Die US-Geheimdienste sehen einem Zeitungsbericht zufolge nach wie vor keine Beweise dafür, dass der Iran eine Atombombe bauen will.

In ihren jüngsten Einschätzungen kämen die CIA und die anderen Dienste des Landes zu ähnliche Schlussfolgerungen wie bereits vor fünf Jahren, wonach der Iran sein Atomwaffenprogramm eingestellt habe, berichtete die „New York Times“ heute unter Berufung auf nicht namentlich genannte US-Regierungsvertreter.

Bluff mit „strategischer Zweideutigkeit“?

Womöglich sei es Ziel des Iran, mit der Anreicherung von Uran so etwas wie eine „strategische Zweideutigkeit“ zu schaffen, berichtete die „NYT“ weiter. Demnach könnte der Iran im Nahen Osten an Einfluss gewinnen, indem er die Welt im Unklaren darüber lässt, welche Ziele er mit seinem Atomprogramm wirklich verfolgt.

Die US-Regierung hatte sich zuletzt über einen neuen Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zum Iran „besorgt“ gezeigt. Das Dossier zeige, dass die Islamische Republik mit ihrem Atomprogramm gegen UNO-Resolutionen verstoße, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates im Weißen Haus, Tommy Vietor, in Washington.