Papst hält Marxismus in Kuba für nicht mehr zeitgemäß

Zum Auftakt seiner Lateinamerika-Reise hat Papst Benedikt XVI. die marxistische Ideologie der Führung in Kuba als nicht mehr zeitgemäß kritisiert. So wie die Ideologie einst begriffen worden sei, entspreche sie heute nicht mehr der Realität, sagte der Papst gestern während seines Fluges.

Die kubanische Regierung verteidigte ihr politisches Modell als ein „soziales und demokratisches Projekt“. Dieses müsse allerdings noch perfektioniert werden, erklärte Außenminister Bruno Rodriguez laut der mexikanischen Nachrichtenagentur Notimex. Rodriguez unterstrich, die kubanische Regierung respektiere andere Meinungen und empfinde den Austausch von Ideen als hilfreich.

Kampf gegen die Drogenkriminalität

Wenige Stunden vor seiner Ankunft in Mexiko, seiner ersten Station in der Region, rief der Papst auch zum Kampf gegen die Drogenkriminalität auf. „Wir müssen alles Mögliche tun, um dieses Übel, das unsere Jugend zerstört, zu bekämpfen“, sagte Benedikt XVI. während seines Fluges vor Journalisten. Im mexikanischen Drogenkrieg sind seit 2006 rund 50.000 Menschen ums Leben gekommen.

Zahlreiche Mexikaner hoffen angesichts der anhaltenden Gewalt, dass er bei seinem Besuch eine Botschaft des Friedens an das Volk richtet. Die meisten Mexikaner sind katholisch, 84 Prozent der Bevölkerung sind getauft.