Umfrage: Zivildienst mit Freiwilligen möglich

Anders als Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) dürfte eine Mehrheit der Österreicher einen Ersatz des Zivildienstes durch den Einsatz von Freiwilligen für machbar halten. In einer Umfrage des „Gallup-Instituts“ für die Tageszeitung „Österreich“ (Sonntag-Ausgabe) glaubten von 400 Befragten zwei Drittel (66 Prozent), dass sich genügend Freiwillige für ein bezahltes Sozialjahr finden würden.

Weniger optimistisch ist man, was den Katastrophenschutz angeht - nur 47 Prozent glauben, dass er mit einem Berufsheer genauso gut funktioniert wie mit der Wehrpflicht, 45 Prozent bezweifeln das. Der Ausgang der Volksbefragung über die Zukunft des Bundesheeres ist der Umfrage zufolge offen. Gegner und Befürworter halten sich demnach mit je 50 Prozent die Waage.

Mikl-Leitener: Kompromiss bei Fragestellung

Für ÖVP-Verhandlerin Johanna Mikl-Leitner ist die Fragestellung für die Volksbefragung am 20. Jänner ein guter Kompromiss. Bei der ÖVP-Wahlkampfstrategie verweist sie auf das Parteimanagement um ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch. Sie macht klar: Für die ÖVP gibt es kein besseres System als das derzeitige.

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Kritik von der Opposition

Eine einfachere Frage wäre besser gewesen – so das Urteil von Freiheitlichen und Grünen zum Wortlaut der Heeresvolksbefragung. Das BZÖ sieht darin überhaupt eine Themenverfehlung. Die Regierungsparteien haben am Freitag festgelegt, dass bei der Volksbefragung die beiden diskutierten Systeme zur Auswahl stehen werden.

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Text für Bundesheer-Befragung fix

SPÖ und ÖVP haben sich am Freitag auf den Text für die Volksbefragung zur Wehrpflicht geeinigt. In der Doppelfrage werden die Modelle beider Parteien in aller Kürze dar- und zur Wahl gestellt. Es ist die erste österreichweite Volksbefragung überhaupt.

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Publiziert am 08.09.2012