Studiengebühren: Faymann nicht strikt dagegen

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) will sich der wieder aufgeflammten Diskussion über Studiengebühren nicht verschließen. Die Salzburger Landeshauptfrau Gabriele Burgstaller (SPÖ) hatte vor wenigen Tagen ein eigenes Modell für Studiengebühren vorgelegt - und damit die Debatte neu entfacht. „Er steht der Diskussion prinzipiell wohlwollend gegenüber“, sagte ein Sprecher des Kanzlers auf APA-Anfrage.

Man könne schließlich über alles reden und der bevorstehende SPÖ-Parteitag im Oktober sei dafür der richtige Moment. Bisher habe Faymann aber noch kein Modell gesehen, das es schaffe, mehr Studenten an die Unis zu bekommen, ein gerechtes Stipendiensystem zu integrieren und genügend Mittel für die Hochschulen bereitzustellen, hielt der Sprecher fest. Persönlich sei der Bundeskanzler dafür, Vermögenssteuern zu schaffen, um damit auch die Bildung besser finanzieren zu können.

Burgstaller hatte im Interview mit der Tageszeitung „Österreich“ (Sonntag-Ausgabe) kundgetan, sie habe mit dem Kanzler über ihr Studiengebührenmodell gesprochen und „den Eindruck gewonnen, er steht meinem Vorschlag durchaus wohlwollend gegenüber“. Genauso wollte das der Sprecher aber nicht bestätigen: Faymann und Burgstaller hätten über dieses Thema geredet, und Faymann sei offen für die Diskussion darüber, hieß es lediglich.

Publiziert am 08.09.2012