Troika fordert von Athen weitere harte Maßnahmen

Die Kontrolleure der Geldgeber fordern von der griechischen Regierung weitere radikale Änderungen im Arbeitsrecht, bei Pensionen und Entlassungen im Staatswesen.

Wie heute aus Kreisen des Arbeitsministeriums in Athen verlautete, schlage die Troika vor, dass das Pensionsantrittsalter von 65 auf 67 Jahre erhöht wird. Zudem solle die Sechstagewoche als mögliche Option wieder eingeführt werden.

Die Arbeitnehmer sollen, wenn der Betrieb das als nötig einstuft, bis zu 13 Stunden am Tag arbeiten. Kündigungsfristen und Abfindungen sollen halbiert werden, im staatlichen Bereich sollen allein bis zum Jahresende 15.000 Menschen gehen. Athen lehnt bisher alle diese Maßnahmen ab.

Angst vor sozialen Unruhen

Die Koalitionsparteien, Konservative, Sozialisten und die Demokratische Linke, fürchten, dass solche drastischen Einschnitte zu sozialen Unruhen führen könnten. Damit könnten alle Bemühungen um eine Stabilisierung der Wirtschaft zunichtegemacht werden.

Heute Abend wollen die drei Parteivorsitzenden der Koalitionsregierung in Athen abermals über das mehr als 11,5 Milliarden Euro schwere Sparprogramm beraten. Mit einer Einigung in dieser Woche sei kaum noch zu rechnen, hieß es übereinstimmend in der griechischen Presse.

Publiziert am 12.09.2012