Metaller fordern fünf Prozent mehr Lohn

Die Metaller haben heute traditionell die Herbstlohnrunde eingeleitet: Sie forderten fünf Prozent mehr Lohn. Eine Einigung in der ersten Runde gilt allerdings als extrem unwahrscheinlich. Im Vorjahr waren vier Sitzungen erforderlich.

Die Verhandlungen finden heuer erstmals nicht mit der gesamten Metallindustrie statt. Der weitaus größte Fachverband, die Maschinen- und Metallwarenindustrie (FMMI), ist aus dem bisherigen Verbund ausgeschieden, wodurch die Gewerkschaften heuer mit allen sechs Verbänden getrennt sprechen. Den Auftakt macht die FMMI, die rund 120.000 der 180.000 Metaller vertritt.

Ausgangsbasis für die Verhandlungsrunde ist eine Inflationsrate von 2,8 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten, im Vorjahr gab es ein Plus bei den Kollektivverträgen von im Schnitt 4,2 Prozent. Nach einer sehr guten Auftragslage in den vergangenen zwei Jahren hat sich zuletzt der Ausblick für die Metallindustrie eingetrübt. Einen Abschluss unter der Inflationsrate schloss die Gewerkschaft aus.

Publiziert am 19.09.2012