Großbrand in russischer Müllverbrennungsanlage

Bei einem Großbrand in einer russischen Müllverwertungsanlage sind acht Menschen ums Leben gekommen. Acht weitere Mitarbeiter seien bei dem Unglück verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden, teilten die Behörden gestern mit. Ersten Erkenntnissen zufolge wurde das Feuer durch eine Explosion ausgelöst.

Der Brand brach den Angaben zufolge in einer Anlage zur Verwertung von Industrieabfällen zwischen den Städten Tjumen und Chanti-Mansijsk im Westen Sibiriens aus. Von den acht Verletzten wurden dem regionalen Katastrophenschutzministerium zufolge sieben auf die Intensivstation gebracht. Sie erlitten Verbrennungen verschiedenen Grades.

Binnen weniger Stunden gelöscht

Zunächst waren die Behörden von vier Toten ausgegangen. Im Laufe der Rettungsarbeiten fanden sie jedoch weitere Opfer. Der Brand zerstörte eine Fläche von rund 2.300 Quadratmetern, konnte aber nach Behördenangaben binnen weniger Stunden gelöscht werden. Eine Gefahr für Bewohner umliegender Gemeinden habe nicht bestanden.

Ermittler in Moskau gingen nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass das Feuer durch eine Explosion ausgelöst wurde. Weitere Angaben machten sie zunächst nicht. In russischen Industrieunternehmen gibt es häufig Brände oder andere Unglücke, die meist auf veraltete Technik oder mangelhafte Wartung zurückzuführen sind.