Blutbad in Nigeria: Mindestens 26 Studenten erschossen

Unbekannte haben in einem Studentenwohnheim in Nigeria ein Blutbad angerichtet und mindestens 26 Menschen getötet. Das teilte gestern ein Universitätssprecher mit. Ein Dozent der Universität in Mubi im Nordosten des Landes sprach sogar von 40 toten Studenten. Es wird vermutet, dass die radikalislamische Gruppe Boko Haram hinter dem Anschlag steckt.

„Die Leute sind aus dem Nichts aufgetaucht - und nachdem die Tür geöffnet wurde, haben sie zu schießen begonnen“, berichtete ein Informatikstudent. „Ich habe gehört, dass die Täter anscheinend zunächst nach der ethnischen Zugehörigkeit gefragt und dann die Studenten erschossen haben.“ Die Universität sei bis auf weiteres geschlossen worden.

Erst vor wenigen Tagen waren Ordnungskräfte in der Stadt mit einer großangelegten Operation gegen die militante Gruppe vorgegangen, die jeden westlichen Lebensstil ablehnt. Boko Haram hat in den vergangenen Monaten immer wieder schwere Anschläge mit Hunderten Opfern verübt.

Publiziert am 02.10.2012