EADS, BAE dementieren Aus für Fusionsgespräche
Im Ringen um eine Fusion von EADS und BAE haben beide Rüstungskonzerne gestern Nachmittag Berichte dementiert, wonach die Gespräche gescheitert sein sollen. „Wenn der Deal gescheitert wäre, dann würde BAE das mitteilen“, sagte eine Sprecherin in London. Sie schloss sich einem kurz zuvor von EADS veröffentlichten Statement an. Darin heißt es nach Angaben eines EADS-Sprechers: „Wir sind von den Regierungen über den Status der Gespräche informiert worden. Aber uns ist zu keiner Zeit vermittelt worden, dass der Deal gescheitert sei.“
Zuvor hatte der „Spiegel“ (Onlineausgabe) berichtet, das Fusionsvorhaben sei praktisch gescheitert. Gespräche zwischen der deutschen, französischen und britischen Regierung seien ohne Ergebnis zu Ende gegangen, berichtete die Nachrichtenseite unter Berufung auf Regierungskreise.
Gespräche in Sackgasse
Nach Informationen der französischen Nachrichtenagentur AFP stecken die Verhandlungen auf Regierungsebene in einer Sackgasse. Danach will Deutschland einen Anteil am Kapital entsprechend dem französischen Niveau. Unter Berufung auf Personen, die in die Verhandlungen involviert sind, werden neun Prozent genannt.
Großbritannien will das nach den Informationen akzeptieren, wenn Frankreich gleichzeitig darauf verzichte, Anteile des französischen Konzerns Lagardere zu übernehmen. Dies wiederum soll die französische Seite abgelehnt haben, hieß es in den Berichten. Eine Bestätigung gibt es nicht.
Publiziert am 05.10.2012