Sodexo will Brechdurchfall-Patienten entschädigen
Nach der Brechdurchfall-Welle in Ostdeutschland hat die Cateringfirma Sodexo eine Entschädigung für Tausende erkrankter Schüler angekündigt. „Wir entschuldigen uns in aller Form bei den betroffenen Kindern und Familien und hoffen, dass es allen Kindern inzwischen wieder gutgeht“, teilte das Unternehmen gestern Abend mit.
Untersuchungen der Gesundheitsbehörden von Bund und Ländern hätten ergeben, dass eine Ladung tiefgekühlter Erdbeeren eines Zulieferunternehmens von Sodexo „die wahrscheinlichste Ursache“ für die Krankheitswelle gewesen sei.
„Bedauerlicher Einzelfall“
Das Unternehmen sprach von „einem höchst bedauerlichen Einzelfall“ und kündigte Konsequenzen an. So sollten Lieferanten künftig „noch strikter“ ausgewählt werden. Der Kriterienkatalog dafür werde mit den aus dem Vorfall gezogenen Erkenntnissen noch einmal erweitert und verschärft.
„Außerdem haben wir beschlossen, die Betroffenen für die entstandenen Unannehmlichkeiten zu entschädigen“, teilte Sodexo mit. Weitere Einzelheiten würden in den nächsten Tagen folgen.
Schüler als Hauptbetroffene
Von der Krankheitswelle waren vor allem Schulen und andere Betreuungseinrichtungen in Sachsen, Brandenburg, Berlin, Thüringen und Sachsen-Anhalt betroffen, die von der Cateringfirma beliefert wurden.
Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes wurden bis gestern 11.200 Fälle in insgesamt 497 Einrichtungen gemeldet. Mindestens 32 Patienten mussten demnach im Krankenhaus behandelt werden. Damit handelt es sich um den bisher größten durch Lebensmittel verursachten Krankheitsausbruch in Deutschland.
Publiziert am 05.10.2012