Situation bei Unibudget „erheblich entspannt“
Der Auftritt von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle bei der Sondersitzung der Universitätenkonferenz (Uniko) hat die Lage nach Ansicht von Uniko-Präsident Heinrich Schmidinger „erheblich entspannt“, wie er gestern sagte. Die Gelder, die die Unis aus dem im Rahmen der „Hochschulmilliarde“ für 2013 bis 2015 geschaffenen 450 Mio. Euro schweren Strukturfonds erhalten, dürften demnach auch in die Grundbudgets der Hochschulen fließen, so Schmidinger zur APA. „Die Rektorate können auf Basis des heutigen Gesprächs die Verhandlungen über die Leistungsvereinbarungen fortführen.“
Zusätzlich zu den rund 6,5 Mrd. Euro des regulären Unibudgets erhalten die Hochschulen von 2013 bis 2015 Mittel aus der „Hochschulmilliarde“. Diese umfasst insgesamt 300 Mio. Euro für die Unigrundbudgets, 450 Mio. Euro an „Hochschulraum-Strukturmitteln“, die im Wettbewerb etwa für prüfungsaktive Studenten oder Kooperationen mit anderen Hochschulen vergeben werden, sowie 240 Mio. Euro an „Offensivmitteln“.
Die Rektoren forderten zuletzt eine Umwidmung sämtlicher Mittel, um sie in den Grundbudgets zur Verfügung zu haben. Nur so könnte der Status quo aufrechterhalten werden. Nun sollen die Strukturmittel zwar durchaus nach Kriterien vergeben werden - die Unis dürfen aber autonom festlegen, wie sie die Mittel verwenden. „Die Universitäten haben das bis jetzt immer viel enger ausgelegt bzw. enger ausgelegt bekommen“, so Schmidinger. Trotzdem bleibe die finanzielle Situation angespannt.
Publiziert am 08.10.2012