UPC will Mobilfunker werden

Der heimische Mobilfunker Hutchison („3“) öffnet wie angekündigt seine Netze für andere Anbieter und hat heute eine entsprechende Partnerschaft mit dem Telekabel-Anbieter UPC bekanntgegeben. Die beiden Unternehmen arbeiten laut Aussendung bereits daran, den Start von UPC als Mobilfunker vorzubereiten.

Das MVNO-Abkommen (Mobile Virtual Network Operator) mit UPC basiere auf den Zusagen, die „3“ im Rahmen der Verhandlungen rund um die Orange-Übernahme gegenüber der EU-Kommission gemacht habe, so „3“ weiter. Es tritt demnach auch nur in Kraft, wenn „3“ Orange übernehmen darf. Laut „3“-Chef Jan Trionow soll dadurch größerer Wettbewerb auf dem heimischen Mobilfunkmarkt entstehen.

Die EU-Kommission hat in den letzten Wochen wiederholt Zweifel an der geplanten Übernahme geäußert. Sie befürchtet durch das Schrumpfen des Marktes von vier auf drei Anbieter weniger Wettbewerb und dadurch steigende Preise für die Kunden. „3“ versucht unter anderem durch das Öffnen seines Netzes, die EU vom Gegenteil zu überzeugen.

Hutchison will Brüssel von Übernahme überzeugen

Heute reisen Hutchison-Österreich-Chef Jan Trionow und Europa-Vizechef Christian Salbaing nach Brüssel, um dort Vertreter der EU-Kommission und nationaler Wettbewerbshüter für das Vorhaben zu gewinnen, sagte eine mit den Plänen vertraute Person zu Reuters.

Diese mündliche Anhörung hinter geschlossenen Türen könnte eine der letzten Möglichkeiten sein, doch noch das erhoffte grüne Licht der EU für den Deal zu bekommen.

Publiziert am 08.10.2012