Krise in Buchbranche: Thalia setzt auf Spielwaren

Der Buchhändler Thalia will sich unter dem Druck der Branchenkrise neu erfinden. „Wir werden noch vor Weihnachten in 140 Buchhandlungen Spielwarenabteilungen einrichten“, sagte Thalia-Geschäftsführer Michael Busch heute auf der Frankfurter Buchmesse.

Das Angebot, zuerst von Spielen und Puzzles, solle mit eigenen Mitarbeitern aufgebaut und mit dem bestehenden Sortiment verzahnt werden, sagte Busch. Außerdem wolle Thalia Papier- und Schreibwaren sowie Trendprodukte für Geschenke anbieten. Das Buch bleibe aber die Kernkompetenz, wobei Thalia sein Angebot für das digitale Lesen ausbauen werde.

Im deutschen Handelskonzern Douglas, der auch die gleichnamige Parfümeriekette und Juweliergeschäfte (Christ) umfasst, ist Thalia das Sorgenkind. Im März beschloss das Unternehmen die Schließung von 15 Filialen, darunter die traditionsreiche Buchhandlung Bouvier in Bonn. An dieser Zahl habe sich nichts geändert, sagte Geschäftsführer Busch.

Publiziert am 10.10.2012