Standard & Poor’s stuft Spanien um zwei Stufen herab

Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat die Kreditwürdigkeit Spaniens um zwei Stufen herabgesetzt. Die Bonität des Landes werde nun mit „BBB-“ bewertet, teilte die Agentur gestern mit.

Zur Begründung wurden zunehmende soziale Spannungen in Spanien und wachsende Dissonanzen zwischen der Zentralregierung in Madrid und den Regionen genannt.

Damit befindet sich die Kreditwürdigkeit der viertgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone nur noch eine Stufe über Ramschniveau. Auch der Ausblick bleibe negativ, teilte S&P gestern Abend mit. Es droht also eine weitere Herabstufung. Die Nachricht schickte den Euro zum Dollar auf Talfahrt. Die Gemeinschaftswährung notierte bei 1,2873 Dollar im späten New Yorker Handel.

Spanien kämpft seit geraumer Zeit mit großen wirtschaftlichen Problemen, die Arbeitslosenrate beträgt fast 25 Prozent. Für die Rettung der spanischen Banken haben die internationalen Geldgeber bereits bis zu 100 Mrd. Euro zugesagt. Die Krise hat in den vergangenen Wochen zudem zu vermehrten Überlegungen spanischer Regionen zur Abspaltung von Madrid geführt.