Islamisten zerstören im Norden Malis abermals heilige Stätten

Im Norden Malis haben Islamisten erneut heilige muslimische Stätten zerstört. Die Extremisten gingen mit Spitzhacken gegen die heiligen Gräber in Karaba im Süden der Stadt Timbuktu vor, sagte ein Anwohner der Nachrichtenagentur AFP. Ein zweiter Augenzeuge bestätigte das und ergänzte, die Islamisten seien mit drei Fahrzeugen gekommen und teils bewaffnet gewesen.

„Mit Spitzhacken und anderen Werkzeugen zerstören sie das erste Mausoleum. Sie sagen, sie wollen alle Mausoleen zerstören“, fügte er hinzu.

Heiligenverehrung verstößt gegen Islam

In den vergangenen Monaten hatten die Islamisten, die den Norden Malis kontrollieren, bereits viele traditionelle heilige Stätten in Timbuktu zerstört. Die Verehrung Heiliger verstößt nach Ansicht der Fundamentalisten gegen den Islam, der den Gläubigen gebiete, allein Allah zu verehren. Die Islamisten lehnen es zudem ab, dass viele dieser Stätten zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen und betrachten eine solche Klassifizierung als Einmischung des Auslands.