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Samaras warnt offen vor Pleite
Das Land werde pleitegehen, sollte dieses Datum überschritten werden. „Ich hoffe, dass die Auszahlung bis Mitte November abgeschlossen ist“, fügte Samaras hinzu. Der Ministerpräsident bestätigte frühere Angaben, dass mit den internationalen Geldgebern noch keine Einigung über die nächste Sparrunde erzielt worden sei.
Die internationale Troika aus Internationalem Währungsfond (IWF), Europäischer Zentralbank (EZB )und EU-Kommission muss in den kommenden Wochen einen Bericht über die Schuldentragfähigkeit und Reformanstrengungen des Landes vorlegen. Dieser ist Grundlage für die Entscheidung, ob das hoch verschuldete Land weitere Finanzhilfen erhalten soll. Griechenland wird seit Anfang 2010 mit Milliarden des IWF und seiner Euro-Partner gestützt.
Offenbar Einigung in Kernfragen
Nach Angaben der EU-Kommission stehen die Chancen Athens auf die nächste Hilfstranche offenbar nicht schlecht, da die EU-, EZB- und IWF-Verhandlungspartner sich in den meisten Kernfragen mit Athen einig seien. Die Troika der internationalen Gläubiger beendete Mitte der Woche ihre Mission in Athen. Die Verhandlungen würden nun von den jeweiligen Hauptsitzen der Institutionen aus fortgesetzt, um „in den kommenden Tagen“ zu einer „vollständigen“ Einigung zu kommen.
Die Troika habe mit der griechischen Regierung „umfassende und produktive“ Diskussionen geführt. Es sei um die nötigen Maßnahmen gegangen, mit denen Wachstum, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit wiederhergestellt und eine nachhaltige Steuerpolitik „in einer sozial ausgewogenen Weise“ sichergestellt werden könnten, erklärte die EU-Kommission.
Bei den aktuellen Verhandlungen geht es um die Auszahlung einer seit Juni ausstehenden Hilfstranche in Höhe von 31,5 Mrd. Euro. Die jüngsten Pläne der Regierung um Ministerpräsident Samaras sahen Kürzungen über 7,8 Mrd. Euro für kommendes Jahr vor. Die Gläubiger forderten als Bedingung für die Auszahlung der Hilfen aber Einsparungen von insgesamt 9,2 Mrd. Euro.
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Publiziert am 20.10.2012