Vergiftungskomplott gegen Präsidenten Benins
In Benin ist nach Angaben der Justiz ein Giftanschlag auf Präsident Boni Yayi verhindert worden. Drei Vertraute des Staatschefs seien wegen Verschwörung und versuchten Mordes festgenommen worden, sagte Generalstaatsanwalt Justin Gbenameto gestern vor Journalisten.
Demnach hatten der Leibarzt und eine Nichte von Boni Yayi sich für 1,5 Millionen Euro bereit erklärt, dessen Schmerztabletten mit einem tödlichen Gift zu vertauschen. Ein ehemaliger Industrieminister habe in dem Komplott vermittelt.
Geschäftsmann als Urheber
Urheber der Verschwörung ist laut dem Staatsanwalt ein Geschäftsmann namens Patrice Talon, der sich im Ausland befinde. Dem ehemaligen Vertrauten von Boni Yayi sind laut einem Berater des Präsidenten kürzlich einträgliche Monopole im Hafen und im Agrarsektor genommen worden.
Der 60-jährige Boni Yayi ist seit 2006 an der Macht und wurde 2011 wiedergewählt. Als vergangene Woche ein bekannter Gewerkschafter wegen einer fehlenden Pkw-Versicherung festgenommen wurde, warf die Opposition Boni Yayi einen Missbrauch der Justiz vor.
Publiziert am 22.10.2012