US-Regierung klagt Bank of America

Die US-Regierung setzt die gerichtliche Auseinandersetzung mit den Banken über deren Geschäftsgebaren vor der Finanzkrise fort und hat eine Betrugsklage gegen die Bank of America eingereicht.

Darin hieß es gestern, die mittlerweile zu dem Institut gehörende Countrywide Financial habe dem Steuerzahler Verluste von mehr als eine Milliarde Dollar eingebrockt, indem sie Tausende von minderwertigen Hypotheken an die halbstaatlichen Finanzierer Freddie Mac und Fannie Mae verkauft habe.

Es handelt sich um die erste Zivilklage des US-Justizministeriums gegen den Verkauf von Hypotheken an Freddie und Fannie.

Der Klage zufolge ersann Countrywide 2007 ein als „Hustle“ bekanntes System, um die Bearbeitung von privaten Hypotheken zu beschleunigen. Sie habe hierzu etwa Bonitätskontrollen sowie Maßnahmen gegen Missbrauch weitgehend außer Kraft gesetzt. Das habe schließlich zu Ausfallsraten von fast 40 Prozent geführt, die Countrywide jedoch vor den halbstaatlichen Finanzierern geheim gehalten habe.

Publiziert am 25.10.2012