Anschlagspläne in USA: 37 Jahre Haft für Algerier
Der algerische Extremist Ahmed Ressam muss in den USA für 37 Jahre in Haft. Ein Bundesgericht in Seattle (Bundesstaat Washington) setzte gestern das Strafmaß fest, wie die „Seattle Times“ berichtete.
Der als „Millennium Bomber“ bezeichnete Mann war bereits 2001 von einer Jury wegen Verschwörung zu Terroranschlägen sowie Besitzes und Transports tödlicher Sprengstoffe schuldig gesprochen worden. Demnach plante er unter anderem einen Anschlag auf den Flughafen von Los Angeles in der Silvesternacht 2000.
Bei Einreise Sprengstoff in Mietwagen
Der Fall ging über Jahre durch die Instanzen, nachdem ein Richter zunächst eine geringere Strafe von 22 Jahren verhängt hatte. Die Staatsanwaltschaft forderte mindestens 65 Jahre Haft.
Ressam, der ein Ausbildungslager des Terrornetzwerks Al-Kaida besucht hatte, war Mitte Dezember 1999 bei der Einreise aus Kanada in die USA festgenommen worden. In seinem Mietwagen fand die Polizei Sprengstoff und Zündvorrichtungen. Der Algerier hatte nach seiner Festnahme zunächst mit den Ermittlern kooperiert. Im Gegenzug für eine Strafmilderung wollte er Informationen über mutmaßliche Terroristen liefern, nahm sein Angebot später allerdings zurück.
Publiziert am 25.10.2012