Pläne für Militäreinsatz in Mali werden konkreter

Pläne für einen Militäreinsatz zur Vertreibung radikalislamischer Milizen aus dem Norden Malis werden offenbar konkreter.

Am Dienstag werde es in Bamako eine militärische Konferenz zur Vorbereitung geben, teilte der Friedens- und Sicherheitsrat der Afrikanischen Union (AU) gestern am späten Abend in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba mit.

UNO gab bereits grünes Licht

Die Konferenz sei Teil einer „gesamtheitlichen Lösung“ der Krise, die neben einer gewaltsamen Intervention auch weiterhin den Dialog mit moderateren Gruppen in Nordmali vorsieht. Der UNO-Sicherheitsrat hatte kürzlich eine Militäroffensive einer Regionaltruppe genehmigt und konkrete Pläne gefordert.

Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) will mehr als 3.000 Soldaten bereitstellen. UNO und EU könnten logistische Unterstützung leisten. Die Kommissionschefin der AU, Nkosazana Dlamini-Zuma, betonte erneut, dass die Besetzung Nordmalis durch Extremisten „international eine Bedrohung für Frieden und Sicherheit“ darstelle.

Publiziert am 25.10.2012