EU fordert von Athen korrekte Steuereinhebung
Die EU-Kommission hat von den griechischen Behörden eine korrekte Steuereintreibung verlangt. Das sei ein zentraler Punkt im Kampf gegen Steuerflucht, wobei alle Fälle untersucht werden müssten, sagte ein Kommissionssprecher heute in Brüssel. Immerhin seien viele griechische Bürger mit Opfern belegt worden, um zur Sanierung beizutragen.
Konkret wollte sich die Kommission zu der jüngst bekanntgewordenen Namensliste 2.000 wohlhabender griechischer Bürger mit Konten in der Schweiz nicht äußern. Der Chefredakteur eines Wochenmagazins war wegen der Veröffentlichung der Liste kurzfristig festgenommen worden. Ein Kommissionssprecher sagte, er wolle darüber nicht spekulieren. „Wir haben die Berichte gesehen, aber wir können im Detail nichts dazu sagen.“
Auch zu der für Mittwoch angekündigten Telefonkonferenz der Euro-Zone zu Griechenland hielt sich der Sprecher bedeckt. Er könne keine speziellen Informationen geben. Es gebe eine enge Zusammenarbeit mit den griechischen Behörden „auf technischem Niveau“. Ein konkreter Zeitplan, wann eine Vereinbarung vorliege, könne derzeit nicht genannt werden.
Publiziert am 29.10.2012