Franzose missbrauchte vier Töchter: 18 Jahre Haft
In Frankreich ist ein Mann wegen des Missbrauchs zweier leiblicher und zweier Stieftöchter zu 18 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Saint-Omer nahe der Hafenstadt Calais verurteilte den 44-Jährigen wegen Vergewaltigung, Vergehen an Minderjährigen und pornografischen Aufnahmen zu der Gefängnisstrafe, von der er mindestens zwei Drittel absitzen muss.
Der Vater und weitere Beteiligte, die sich an den Kindern vergangen hatten, waren bereits vor drei Jahren festgenommen worden.
Hohe Haftstrafen auch für Komplizen
Der Bruder des Mannes, ein Nachbar und dessen Frau waren ebenfalls an den Verbrechen beteiligt und wurden zu Haftstrafen von jeweils mehr als zehn Jahren verurteilt. Die Männer werden außerdem laut dem Urteil nach ihrer Entlassung zehn weitere Jahre durch die Justiz betreut, sie werden als Vergewaltiger registriert und dürfen keinen Kontakt zu Minderjährigen aufnehmen.
Vergewaltigungen wurden gefilmt
Ein Kollege des Vaters, der wegen Krankheit nicht verhandlungsfähig war, soll in Zusammenhang mit den Taten später verurteilt werden. In der Wohnung des Nachbarn des Vaters waren Vorrichtungen zum Filmen der Vergewaltigungen installiert worden. Die Aufnahmen halfen den Ermittlern schließlich, die Täter zu überführen und die Opfer zu identifizieren. Die Töchter des Hauptangeklagten sind heute älter als 20 Jahre, die Stieftöchter zwölf und 14 Jahre alt.
Publiziert am 31.10.2012