Grippewelle in den USA: Bereits 20 Kinder gestorben

Durch eine ungewöhnlich schwere Grippewelle sind in den USA 20 Kinder ums Leben gekommen, 2.200 Menschen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die Epidemie sei früher ausgebrochen und nehme einen heftigeren Verlauf als in den vergangenen Jahren, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Ein Behördenvertreter sprach von der schlimmsten Grippewelle seit dem Winter 2003/2004.

Tausende erkrankt

Den Angaben zufolge sind derzeit Tausende Menschen betroffen. Seit dem Ausbruch der Influenza Anfang Dezember breitete sie sich auf praktisch alle US-Staaten aus. Nur Kalifornien, Mississippi und Hawaii wurden bisher weitgehend verschont.

Besonders stark betroffen war die Stadt Boston, wo die Behörden Notstandsmaßnahmen ergriffen. Als Erreger identifizierten die Behörden den Virustyp H3N2, der für gewöhnlich zu einem besonders schweren Krankheitsverlauf führt.

Experte fürchtet schweren Verlauf

Der Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, sagte der Nachrichtenagentur AFP, der frühe Ausbruch der Epidemie lasse nichts Gutes erwarten.

Normalerweise gehe die Grippewelle erst Mitte Jänner los und erreiche ihren Höhepunkt Ende Februar. Ein derart früher Beginn kündige allgemein einen schweren Verlauf der Grippesaison an. Im Schnitt sterben in den USA jedes Jahr 24.000 Menschen an Grippe.