Heftige Kämpfe auf den Golanhöhen

Nahe der syrischen Grenze zu Israel haben sich Regierungstruppen und Rebellen heftige Gefechte geliefert. Oppositionelle Kämpfer übernahmen einen Armeestützpunkt in der Stadt Khan Arnabeh am östlichen Rand der demilitarisierten Zone, wie syrische Menschenrechtsbeobachter mit Sitz in London heute mitteilten.

Die Rebellen hätten dort einen Panzer und Waffen in ihre Gewalt gebracht. Daraufhin habe das Regime den Ort und die benachbarte Siedlung Dschuubata al-Chaschab unter Beschuss genommen.

Erstmals syrische Verwundete in Israel behandelt

Nach Angaben der israelischen Armee wurden danach erstmals seit Beginn des blutigen Aufstandes gegen das Regime von Baschar al-Assad Verwundete der Kämpfe in Israel behandelt. Israelische Soldaten hätten auf den Golanhöhen unmittelbar am Grenzzaun zu Syrien fünf Verwundeten Erste Hilfe geleistet, sagte eine Sprecherin auf Anfrage.

Anschließend seien die Syrer in ein Krankenhaus in der nordisraelischen Stadt Safed in Galiläa gebracht worden. Ob es sich um Zivilisten, Rebellen oder reguläre Soldaten handelte und wie ihr Zustand war, konnte die Sprecherin zunächst nicht sagen.

Hunderte von regimetreuen Milizen verschleppt

In der nördlichen syrischen Provinz Idlib wurden den Angaben zufolge Hunderte Menschen von regimetreuen Milizen verschleppt. Die Menschenrechtsbeobachter gingen von mindestens 300 Entführten aus - unter ihnen viele Frauen und Kinder. Die Aktivisten werteten den Übergriff als Reaktion auf die Verschleppung von rund 40 Menschen - die der schiitischen Sekte der Alawiten angehören sollen - zwei Tage zuvor. Der Assad-Clan gehört dieser islamischen Glaubensrichtung an, die Bevölkerungsmehrheit ist sunnitisch.