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Beklemmung in Bildern

Hongkong ist eine pulsierende Wirtschaftsmetropole mit einem Platzproblem. Auf einem Quadratkilometer leben im Schnitt 6.396 Menschen. Entsprechend hoch sind die Mieten - unleistbar für immer mehr Menschen, die vom wirtschaftlichen Boom nichts haben und in Kleinstwohnungen leben. Eine NGO veröffentlichte nun beklemmende Bilder, die Hongkong abseits der schillernden Finanzwelt zeigen.

Es sind Aufnahmen, die veranschaulichen, wie immer mehr Menschen - vorwiegend Zuwanderer aus China selbst - in Hongkong leben müssen. Hinter den Einblicken in die Wohnrealität Hunderttausender steht die Society for Community Organization (SoCO), eine NGO, die bereits seit den 1970er Jahren auf soziale Ungleichheiten in Hongkong hinweist und für soziale Fairness eintritt. Zugleich macht es sich SoCO zur Aufgabe, das Selbstbewusstsein sozial Benachteiligter zu stärken. Mittels dieser Bilder soll das Augenmerk der Öffentlichkeit bewusst auf die unmittelbare Lebensrealität sozialer Härtefälle gerichtet werden - und das mit dem Hinweis, dass es sich um ein politisch verdrängtes Problem handelt.

Armutswohnung in Hongkong

Society for Community Organization

Wohnrealität nach horizontalem Schema: Kochen, Essen, Schlafen und Wohnen auf beklemmend engem Raum. Die Aussichten auf kommunal geförderte Wohnungen sind schlecht, die Wartelisten sind endlos lang. Die Politik ignoriert die sozial Schwächsten, wenngleich sie immer mehr werden, bereits seit Jahrzehnten

Armutswohnung in Hongkong

Society for Community Organization

SoCO will mit der Veröffentlichung der Bilder - allesamt von oben aufgenommen - auf die Achtung der Menschenrechte hinweisen. Zudem tritt die NGO für die „Gleichheit aller Mitglieder der Gesellschaft“ ein. Die Bilder dienen als Mittel, auf die zunehmende Verslumung im urbanen Hongkong aufmerksam zu machen

Armutswohnung in Hongkong

Society for Community Organization

Eine vierköpfige Familie versucht, sich auf kleinstem Raum zu arrangieren. Ein Mädchen macht Hausaufgaben im Bett, während ihr Bruder schläft. Die Eltern machen währenddessen darunter den Haushalt. Zehntausende solcher Wohnungen befinden sich in den urbansten Gegenden der Metropole - oft nur wenige Meter von Luxusappartements entfernt

Armutswohnung in Hongkong

Society for Community Organization

Eine Wohnung, so groß wie ein Bett: Dieser Mann lebt auf gerade einmal 2,6 Quadratmetern. Doch selbst dafür zahlt er einen hohen Preis. Im Schnitt liegt der Quadratmeterpreis in Hongkong bei etwa 100 Euro - eine 50-Quadratmeter-Wohnung kostet also 5.000 Euro

Armutswohnung in Hongkong

Society for Community Organization

Ein Mann beim Wäschewaschen in seiner Kleinstwohnung - Hunderttausende Menschen leben unter derartigen Umständen in der Boomstadt Hongkong. Die hohen Mieten und die wenigen Wohnungsoptionen bringen auch für immer mehr Berufstätige äußerst bescheidene Wohnqualität mit sich

Armutswohnung in Hongkong

Society for Community Organization

Für die wenigen Habseligkeiten gerade genug Platz: Immer mehr älteren, alleinstehenden Menschen bleibt nichts anderes übrig, als in Kleinstwohnungen zu leben. Diese Aufnahme lässt nicht erkennen, wo sich Bett und Eingang befinden

Armutswohnung in Hongkong

Society for Community Organization

Wohnen ohne eine Küche bedeutet Take-away anstelle von selbst Gekochtem: Ein Mann beim Essen, den Schlafplatz derweil zur Seite geschoben. Unterdessen bröckelt der Putz von den Wänden

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