Fehde zwischen Amazonas-Stämmen in Ecuador

Zwischen Indios im Amazonasgebiet von Ecuador ist eine Blutfehde ausgebrochen. Mindestens 15 Mitglieder der Taromenani - ein Indiostamm, der keinen Kontakt zur weißen Zivilisation hat - seien von einer Gruppe des Huaorani-Stammes getötet worden, erklärte gestern der stellvertretende Vorsitzende der Huaorani, Gilberto Esquimo, gegenüber der dpa.

Das Justizministerium teilte über Twitter mit, dass es den Vorfall untersuche. Hintergrund sind Streitigkeiten über Waldrodungen und Erdölbohrungen.

Der Angriff erfolgte angeblich vergangene Woche im ostecuadorianischen Orellana-Gebiet als Rache für den Tod eines Huaorani-Führers und einer seiner beiden Frauen. Das Paar wurde vor einem Monat mutmaßlich von den Taromenani getötet, weil es keinen Stopp der Waldrodungen in der Umgebung erreicht habe. Die Huaorani stehen im Gegensatz zu den Taromenani in Kontakt mit dem ecuadorianischen Staat.