Deutsche Polizei durchsucht Hells-Angels-Quartiere

Auf der Suche nach Waffen hat die Berliner Polizei heute Abend 15 Wohnungen und Bars im Milieu der Rockergang Hells Angels kontrolliert. Laut Ermittlern gab es einen „begründeten Verdacht, dass sich in einem der Objekte Pistolen und Sturmgewehre befinden“.

Rund 300 Polizeibeamte, darunter 70 Spezialeinsatzkräfte (SEK), waren parallel in mehreren Stadtteilen im Einsatz. Es lag ein gerichtlicher Durchsuchungsbeschluss vor. Sturmgewehre unterliegen auch in Deutschland dem Kriegswaffenkontrollgesetz.

Kontakte zur organisierten Kriminalität

Rockerbanden entwickelten sich in den vergangenen zehn Jahren zu einer eigenen Macht in der organisierten Kriminalität. In jüngerer Zeit hatte es deutschlandweit wiederholt Polizeirazzien im Milieu gegeben.

Die Hells Angels wurden 1948 von Harley-Davidson-Liebhabern in Kalifornien in den USA gegründet. Die Organisation gilt als mitgliederstärkster und mächtigster Motorradclub der Welt.