Verlorene Zugsteile: Strafen für Ex-Manager von ÖBB-Tochter

Der Verwaltungsgerichtshof hat zwei ehemalige Vorstände der ÖBB-Technische Services GmbH wegen eines Vorfalls aus dem Februar 2013 zu je drei Geldstrafen über jeweils 210 Euro verurteilt. Das berichtete die Tageszeitung „Kurier“.

Hintergrund des Verfahrens war dem Bericht zufolge eine Serie von verlorenen Bauteilen auf der 2012 eröffneten Hochgeschwindigkeitsstrecke Wien - St. Pölten. Bei einem Vorfall im Februar 2013 verlor laut „Kurier“ ein bereits defekter Railjet-Waggon auf der Strecke bei einem Signalkasten die Tür. Kurze Zeit später prallte demnach ein Regionalzug mit zehn Insassen gegen die Tür. Die Insassen wurden nicht verletzt, der Schaden habe aber 100.000 Euro überstiegen.

Prüfprotokolle spät übermittelt

Zahlen müssen die Ex-Manager, weil offenbar Prüfprotokolle für Railjet-Türen dem Arbeitsinspektorat erst nach Tagen übermittelt worden seien. „Minderes Verschulden könne nicht angenommen werden, weil durch das (...) Verhalten die Aufsichtstätigkeit der Aufsichtsorgane des Verkehrs-Arbeitsinspektorates wesentlich erschwert worden sei“, zitierte der „Kurier“ aus dem Strafbescheid, gegen den die Ex-Vorstände beriefen. Das wurde nun vom Verwaltungsgerichtshof zurückgewiesen.