Neuerliche Befragungen im Fall Natascha Kampusch haben nach Angaben der Zeitung "Die Presse am Sonntag" erste genauere Ergebnisse gebracht. Konkret soll die Rolle eines Freundes von Kampusch-Entführer Wolfgang Priklopil nochmals durchleutet werden.
Ermittelt wird laut "Presse" wegen Paragraf 99 StGB (Freiheitsentziehung). Es bestehe "der Verdacht, dass er unter Umständen beteiligt war", sagte der zuständige Grazer Oberstaatsanwalt Thomas Mühlbacher, der die offizielle Ermittlung "nicht dementieren kann".
Dem Bericht zufolge haben sich "Verdachtsmomente ergeben", wobei aus der besonderen Nahebeziehung zu Priklopil noch Fragen offen seien, "die nicht zufriedenstellend geklärt sind".
"Nichts zu verbergen"
Der Betroffene erklärte gegenüber der Onlineausgabe der Tagesezeitung "Kurier", dass es nichts zu verbergen habe. Dennoch sei es für ihn "die beste Variante, gar nichts mehr zu sagen", weil ohnehin in jede seiner Aussagen "etwas Negatives hineininterpretiert werden" würde. Es gilt die Unschuldsvermutung.