Peres: Friedensprozess "keine verlorene Sache"

Der Nahost-Friedensprozess unter dem gegenwärtigen israelischen Regierungschef Benjamin Netanyahu ist nach den Worten von Präsident Schimon Peres "noch keine verlorene Sache".

"Es gibt eine Chance zur Erneuerung des Friedensprozesses", sagte Peres gestern Abend am Rande einer Kundgebung zum 14. Jahrestag der Ermordung des früheren Regierungschefs Yitzhak Rabin in Tel Aviv laut dpa.

In einer Video-Botschaft forderte US-Präsident Barack Obama auf, das Werk Rabins am Friedensprozess fortzusetzen. "Israelis werden keine richtige Sicherheit finden, solange die Palästinenser von Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung erfasst sind", mahnte Obama.

"Geben Sie nicht auf"
Vor rund 100.000 Menschen appellierte Peres zudem an Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, in den Bemühungen um Frieden nicht aufzugeben. "Wir haben beide das Oslo-Abkommen unterzeichnet, und daher wende ich mich an Sie als Kollegen: Geben Sie nicht auf".

"Besser ein unperfekter Frieden als ein nie endender, perfekter Krieg", so der israelische Staatschef. Wer eine Zwei-Staaten-Lösung ablehne, werde keine Ein-Staat-Lösung finden, sondern vielmehr einen Krieg. "Und zwar einen blutigen Krieg ohne Ende."

Auch Verteidigungsminister Ehud Barak rief die Palästinenser zurück an den Verhandlungstisch. Da weiter Opfer zu erwarten seien, sei es "durchaus wert, weiter zu verhandeln".