Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) ist heute bei seinem zweitägigen Russland-Besuch mit dem russischen Präsidenten Dimitri Medwedew zusammengetroffen. Dabei ging es um die Frage der Energiesicherheit, die Gaspipeline "Nabucco" und die Rolle Österreichs als Vorsitzender im UNO-Sicherheitsrat.
Faymann dankte seinem Gesprächspartner dafür, dass Russland eine von Österreich geplante UNO-Resolution zum Schutz für Minderheiten unterstützen wolle. Der Kanzler sprach auch die Bedeutung der Menschenrechte und der Einhaltung menschenrechtlicher Standards an.
"Nabucco" keine Konkurrenz
Faymann unterstrich die Wichtigkeit russischer Gaslieferungen für Europa und damit auch für Österreich. Auch im Falle von Konflikten zwischen Russland und der Ukraine dürften diese Lieferungen nicht unterbrochen werden. Das von der OMV federführend betriebene "Nabucco"-Projekt sei "keine Konkurrenz" zu den von Russland betriebenen Projekten "Northstream" und "Southstream".
Beteiligung an Olympia
Der russische Präsident bekundete ferner das russische Interesse, dass sich Österreich an der Vorbereitung der Olympischen Winterspiele in Sotschi beteiligen solle. Russland wolle mit Österreich zusammenarbeiten, auch bei der Bautätigkeit, da Österreich über Erfahrungen im Wintersport verfüge.