Die Lohnverhandlungen für die rund 170.000 Metaller gehen heute in die vierte Runde. Im Vorfeld der Verhandlungen, die ausnahmsweise schon am Vormittag beginnen, sind die Wogen reichlich hochgegangen. Mittlerweile steht eine Streikdrohung der Beschäftigten im Raum. Österreichweit wurden bereits Betriebsversammlungen abgehalten.
Grund für den Ärger ist der Wunsch der Arbeitgeber nach längeren Durchrechnungszeiträumen für Überstunden, wodurch laut Gewerkschaft die Überstundenzuschläge wegfallen. Dies würde jeden Beschäftigten im Schnitt 3.500 Euro pro Jahr kosten. Die Industrie wiederum will mehr Flexibilität, um auf Auftragsschwankungen besser eingehen zu können.
Warnstreiks ab Montag angekündigt
Sollte es keine Einigung geben, wird am kommenden Montag mit den ersten Warnstreiks begonnen, betonte Metaller-Chef Rainer Wimmer. Die Gewerkschaft sei bereit, auch das ganz Wochenende zu verhandeln. Allerdings die Junktimierung von Lohnerhöhung und Arbeitszeitflexibilisierung "muss weg".
Der Chefverhandler der Arbeitgeber, der Vizepräsident der Wirtschaftskammer Oberösterreich Hermann Haslauer, kündigte wiederum am Mittwoch an, man werde von der Forderung nach einer Flexibilisierung der Arbeitszeit nicht abrücken. Im Vorjahr waren vier Verhandlungsrunden für eine Einigung notwendig.