Verwirrung um deutsche Staatshilfen für Opel

Verwirrung um mögliche Staatshilfen für die Opel-Sanierung: Nur wenige Stunden nachdem der Mutterkonzern General Motors (GM) die Hoffnung auf Unterstützung aus Berlin bekräftigt hatte, sagte der deutsche Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), die Amerikaner wollten keine Staatshilfen beantragen. Das sagte der Minister nach ZDF-Angaben in der Sendung "Maybrit Illner".

Der GM-Verwaltungsrat habe erklärt, das Mutterunternehmen schaffe die Opel-Sanierung aus eigener Kraft, sagte Brüderle demnach. Das sei eine "freudige Mitteilung", die sich sein Ministerium bei der zuständigen GM-Pressestelle habe bestätigen lassen. Das Thema Opel sei damit für ihn "entschärft".

GM pocht auf Magna-Plan
Zuvor hatte ein GM-Sprecher allerdings keinen Zweifel daran gelassen, dass der US-Konzern trotz der abweisenden Haltung Berlins weiterhin fest mit deutscher Staatshilfe für die Sanierung der angeschlagenen Tochter Opel rechnet.

"Das Unternehmen geht davon aus, dass die Unterstützung, die von den Regierungen für den mit Magna erarbeiteten Plan zugesagt war, grundsätzlich auch in der neuen Konstellation verhandelbar ist, da auch das GM-Konzept einen ähnlichen Ansatz verfolgt", sagte der Sprecher der dpa in Frankfurt.