EU-Jobs: Gusenbauer für Faymann ohne Chance

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) glaubt offenbar nicht daran, dass seine beiden Amtsvorgänger Wolfgang Schüssel (ÖVP) und Alfred Gusenbauer (SPÖ) tatsächlich bei der Vergabe von EU-Spitzenposten mitmischen können.

Gegenüber der Tageszeitung "Österreich" (Sonntag-Ausgabe) sagte Faymann laut einer Vorausmeldung von gestern Abend: "Ich würde mich sofort für beide vehement engagieren, wenn sie genannt werden und Chancen haben - aber das ist derzeit definitiv nicht der Fall."

Schüssel wurde in den vergangenen Tagen als möglicher Ratspräsident gehandelt, Gusenbauer als EU-Außenbeauftragter. Schüssel wurde ein gutes Verhältnis zur deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) attestiert, während sich für Gusenbauer vor allem die einflussreichen spanischen Sozialisten stark gemacht haben sollen.

"Schätze Gusenbauer besonders"
Faymann winkte gegenüber "Österreich" jedoch ab: "Ich schätze Alfred Gusenbauer besonders, aber er wurde in den Gesprächen bisher kein einziges Mal als Kandidat genannt, auch nicht von unseren spanischen Freunden. Gusenbauer ist definitiv kein Kandidat, weil er ja kein Kommissars-Amt hat, das dafür Voraussetzung wäre."

Dasselbe gelte für Schüssel, so der Bundeskanzler: "Auch für Schüssel gibt es enorme Wertschätzung von allen Seiten, aber er ist definitiv nicht als Kandidat genannt."

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