Durchbruch für Klimakonferenz?

Der dänische Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen hat nach Angaben des Weißen Hauses bei einem überraschenden Besuch in Singapur am Rande des APEC-Gipfels einen Durchbruch in der Vorbereitung der Klimakonferenz in Kopenhagen erzielen können.

Rasmussen hat demnach heute bei einem Frühstück mit US-Präsident Barack Obama, dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao und anderen Staatsführern neue Vorschläge für die UN-Konferenz im Dezember präsentiert.

Das Gespräch sei von dem mexikanischen Präsidenten Felipe Calderón und dem australischen Premierminister Kevin Rudd "im letzten Moment" organisiert worden, sagte Obamas Berater Michael Froman. Es habe bei dem Frühstück eine allgemeine Zustimmung für die Vorschläge Rasmussens gegeben.

Froman sprach von "einem Abkommen, zwei Schritten". Das reflektiere die allgemeine Sichtweise, "dass es unrealistisch war zu erwarten, dass in der Zeit von heute bis zum Start in Kopenhagen in 22 Tagen eine vollständiges, weltweit rechtsverbindliches Abkommen erzielt werden könnte". Der zweite Schritt werde bei künftigen Verhandlungen erzielt werden, so Froman. Auch Präsident Hu habe das Konzept unterstützt.

Kopenhagen werde demnach ein erster Schritt für ein weltweit rechtsverbindliches Abkommen, das alle Aspekte berücksichtige: Minderung der Treibhausgasausstoßes, neue Technologien und die finanziellen Aufwendungen. "Es gab eine weitgehende Unterstützung unter den Führern, dass Kopenhagen ein Erfolg werden soll", sagte Froman. Obama habe vor zu viel Perfektion gewarnt: "Lasst das Perfekte nicht zum Feind des Guten werden", wurde Obama sinngemäß zitiert. Es bleibe unklar, ob Obama nach Kopenhagen kommen werde oder nicht.