Bei seinem ersten Besuch in China will US-Präsident Barack Obama die Kooperation mit der aufstrebenden Weltmacht ausbauen. Im Rahmen seiner Asien-Reise traf Obama nach der Teilnahme am Asien-Pazifik-Gipfel (APEC) in Singapur gestern Abend in der ostchinesischen Hafenstadt Schanghai ein.
Nach Treffen mit führenden Politikern der Metropole wird Obama heute in einer live im Fernsehen übertragenen Diskussion ausgesuchte Fragen von Studenten und Internet-Nutzern beantworten.
Wirtschaft im Mittelpunkt
Anschließend reist der US-Präsident nach Peking weiter, wo er mit Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao zum Abendessen zusammentreffen wird. Im Vorfeld hatte Obama bereits ausdrücklich eine stärkere Rolle Chinas auf der Weltbühne willkommen geheißen.
Im Mittelpunkt seiner Gespräche stehen die Handelsungleichgewichte zwischen den USA und ihrem größten Kreditgeber China. Die US-Kritik an der unterbewerteten chinesischen Währung, die Chinas Exporte künstlich verbilligt, dürfte dabei ebenfalls zur Sprache kommen.
Bei den Bemühungen um eine Verringerung der Treibhausgase vor dem Klimagipfel in Kopenhagen wird keine konkrete Vereinbarung der beiden größten Klimasünder erwartet. Ferner geht es um die Atomstreitigkeiten mit Nordkorea und dem Iran sowie um die Lage in Afghanistan und Pakistan. Obama und Hu waren bereits am Wochenende auf dem APEC-Gipfel zusammengetroffen.