Fast 50 Tote bei Explosion in chinesischer Kohlegrube

Bei einer Gasexplosion in einem Kohlebergwerk im Nordosten Chinas sind heute mindestens 47 Menschen ums Leben gekommen. 67 Bergleute wurden noch unter Tage vermisst. Nach Angaben der Rettungsleitstelle hatte ausströmendes Gas die Explosion verursacht, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Mehrere hundert Bergleute konnten sich dem Bericht zufolge in Sicherheit bringen. Nach Angaben von Xinhua reiste Vizeregierungschef Zhang Dejiang an den Unglückort nahe der Stadt Hegang, um den Einsatz der Rettungskräfte zu koordinieren. Das Bergwerk gehört zum Konzern Heilongjiang Longmay Mining.

Die gefährlichsten Gruben weltweit
Die Kohlebergwerke Chinas gelten als die gefährlichsten der Welt. Vor allem die kleineren Gruben halten sich aus Kostengründen oftmals nicht an die Sicherheitsvorschriften. Offiziellen Angaben zufolge kamen in China allein im vergangenen Jahr mehr als 3.200 Arbeiter bei Grubenunglücken ums Leben.

Seit einigen Jahren versuchen die chinesischen Behörden, die Bergwerke zu modernisieren und vor allem das Entweichen von Methangas unter Kontrolle zu bringen. Außerdem gibt es eine Regierungskampagne zur Schließung kleinerer, oft illegal betriebener Bergwerke, in denen sich die meisten Grubenunglücke ereignen.