Kalifornien: Studenten protestieren gegen Studiengebühren

An Kaliforniens Universitäten sind massive Proteste gegen die Erhöhung der Studiengebühren entbrannt. Hunderte Studenten besetzten gestern stundenlang ein Gebäude der renommierten Universität von Kalifornien in Berkeley, bis die Polizei einschritt und drei Demonstranten festnahm.

In Los Angeles hatten zuvor bereits rund 2.000 Studenten demonstriert, mehr als 50 wurden auf dem Campus der staatlichen Universität in Davis festgenommen. Auch auf dem Campus der Uni in Santa Cruz gab es Proteste.

Fast 7.000 Euro pro Jahr
Die jährlichen Studiengebühren sollen in Kalifornien ab Jänner um ein Drittel erhöht werden. Damit steigen die jährlichen Basiskosten an den staatlichen Einrichtungen von derzeit rund 7.800 Dollar (5.270 Euro) auf 10.300 Dollar (6.960 Euro). Die Universitäten begründen die massive Erhöhung mit der Kürzung öffentlicher Mittel. Kaliforniens Haushaltsdefizit beläuft sich auf fast 21 Milliarden Dollar (14,2 Mrd. Euro).

Berkeley bei San Franciso gilt als eine der besten Universitäten der Welt. Aus ihr sind 21 Nobelpreisträger hervorgegangen. In den 60er Jahren war Berkeley der Ausgangspunkt der Studentenproteste gegen den Vietnam-Krieg.