Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) hat sich heute gegen Ausgleichszahlungen Deutschlands für Numerus-Clausus-Flüchtlinge an heimischen Universitäten ausgesprochen.
"Die Lösung für sämtliche Herausforderungen an den heimischen Unis kann nicht in unrealistischen Geldflüssen zwischen Deutschland und Österreich liegen", erklärte Hahn in einer Aussendung. "Die zielführende Antwort ist vielmehr eine ehrliche Diskussion darüber, wie wir den Hochschulzugang künftig regeln."
Verweis auf freien Hochschulzugang
Der Zustrom an deutschen Numerus Clausus-Flüchtlingen sei nicht das Grundproblem, sondern der Tropfen, der in Österreich das Fass zum überlaufen bringe, so Hahn. Denn die SPÖ klammere sich seit den 1970er Jahren an den freien Hochschulzugang.
Es sei damit aber, wie auch Studien belegten, nicht gelungen, mehr Studierende aus sozial schlechter gestellten Bevölkerungsgruppen eine Hochschulbildung zu ermöglichen.
SPÖ-Unterstützung für Faymann
Aus der SPÖ kam dagegen weitere Unterstützung für die Forderung von Kanzler Werner Faymann (SPÖ) nach Ausgleichszahlungen. Nach Unterrichtsministerin Claudia Schmied deponierten auch Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas und Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl entsprechende Wünsche. BZÖ-Generalsekretär Stefan Petzner sah sich durch Faymanns Forderungen bestätigt.