Der Subventionswettlauf um die Rettung der Opel-Werke kommt ins Rollen: Großbritannien, Spanien und Polen haben General Motors (GM) laut dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" Kreditbürgschaften und Steuererleichterungen in Aussicht gestellt. Auch Belgien hatte Staatshilfen versprochen. Insgesamt geht es um mehr als eine Milliarde Euro. Der deutsche Wirtschaftsminister Rainer Brüderle lehnte eine Sonderbehandlung für Opel ab.
Brüderle sperrt sich weiter gegen staatliche Hilfen für den angeschlagenen Autobauer. "Ich habe mit Interesse die Einschätzung von GM-Chef (Fritz) Henderson und GM-Verwaltungsratschef (Edward) Whitacre gelesen, der Mutterkonzern könne das alleine stemmen. Ich hielte das auch für geboten", sagte Brüderle dem "Hamburger Abendblatt" (Samstag-Ausgabe).
Brüderle fordert Konzept
Opel habe dasselbe Recht wie alle anderen Unternehmen, einen Antrag auf Unterstützung zu stellen, so Brüderle. Ein solcher Antrag werde gegebenenfalls pflichtgerecht und ergebnisoffen geprüft. "Aber sie müssen ein Konzept entwickeln", sagte er mit Blick auf die US-Mutter GM.
Am Montag kommt GM-Europa-Chef Nick Reilly in Brüssel auf Einladung von EU-Industriekommissar Günter Verheugen mit Wirtschaftsministern der EU-Länder zusammen. Er hatte zuvor in Polen, Großbritannien, Belgien und Spanien um Unterstützung geworben.