In der afghanischen Hauptstadt Kabul ist erneut ein Raketenangriff auf ein vor allem von Ausländern bewohntes Hotel verübt worden. Nach Angaben der örtlichen Polizei schlug das Geschoß heute in eine Außenwand des Luxushotels "Serena" ein. Nach Angaben des afghanischen Gesundheitsministeriums wurden vier Menschen verletzt, darunter zwei Kinder.
Auch ein afghanischer Soldat sei außerhalb des Gebäudes verletzt worden. Die Verletzungen seien in keinem Fall lebensbedrohlich, sagte der Ministeriumssprecher. Ein Hotelmitarbeiter sagte, im Inneren des Hauses habe es keine Beschädigungen gegeben.
Von Ausländern frequentiert
Die radikalislamistischen Taliban hatten das Hotel in der Nähe des Präsidentenpalasts in der Vergangenheit mehrfach angegriffen. Bei einem Überfall bewaffneter Kämpfer waren im Jänner vergangenen Jahres acht Menschen getötet worden. Das Hotel wird häufig von ausländischen Journalisten und Diplomaten bewohnt.
USA lernten nichts aus Sowjet-Desaster
Unterdessen ist weiter offen, wie die künftige Afghanistan-Strategie der USA aussehen wird. Zuletzt meinte US-Präsident Barack Obama, er wolle den Konflikt noch in einer Amtszeit beenden. Vor demselben Dilemma standen vor mehr als 20 Jahren bereits die Sowjets, als der Feldzug in Afghanistan außer Kontrolle geraten war.
Jahrelang suchte Staatschef Michail Gorbatschow nach Lösungen und schließlich einer Exit-Strategie. Schon zu Beginn ihres Feldzugs lagen den USA die Dokumente davon vor. Diese offenbaren erstaunliche Parallelen.
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