Grubenunglück in China: Zahl der Opfer steigt auf 87

Einen Tag nach der Methangasexplosion in einem Kohlebergwerk im Nordosten Chinas ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 87 gestiegen. 21 Bergarbeiter seien noch eingeschlossen, berichteten die staatlichen Medien heute. Bergungsmannschaften hätten inzwischen acht der Vermissten geortet, doch sei unklar, ob sie noch lebten.

Die Schlagwetterexplosion nahe Hegang in der Provinz Heilongjiang ereignete sich nach chinesischen Behördenangaben in rund 400 Meter Tiefe. Zum Zeitpunkt der Katastrophe arbeiteten 528 Bergleute in der Xinxing-Kohlegrube, von denen sich die meisten in Sicherheit bringen konnten. Für Dutzende eingeschlossene Kumpel aber kam jede Rettung zu spät.

Die Kohlebergwerke Chinas gelten als die gefährlichsten der Welt. Vor allem die kleineren Zechen halten sich aus Kostengründen oft nicht an die Sicherheitsvorschriften.